Zwei Urgesteine sind von Bord gegangen

 

 

Antonius Kohl und Siegfried Meusert sind seit dem 01.10.2019 in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.

Schon bei meinem Start am 10.06.1995 als Vertretung für Neuhäuser waren Herr Kohl und Herr Meusert meine direkten Ansprechpartner für den technischen Vertrieb.

Ihr umfangreiches Fachwissen über die jeweiligen Fördersysteme war mir besonders in meiner Startphase eine große Hilfe. So lernte ich sehr schnell den Unterschied, warum manchmal ein Scharnierbandförderer die bessere Lösung bei einer kompletten Entsorgung von Stanzschrott ist oder warum es beim permanent-magnetischen Rutschförderer beim Transport großflächiger Blechteile zu Problemen kommen kann.

Besonders bei magnetischen Fördersystemen hatte Herr Meusert ein tiefgründiges Wissen, das mir oft bei der Lösung kniffliger Aufgabenstellungen geholfen hat.

Sowohl technisch, als auch menschlich waren die gut 24 Jahre der Zusammenarbeit mit beiden eine wunderbare Zeit. Dafür ein herzliches Dankeschön!

Für die Zukunft wünsche ich beiden, dass sie ihren Ruhestand lange genießen können.

 

Besuch auf der GIFA-Fachmesse in Düsseldorf

Wegen unseres neuen Schrottentsorgungskonzepts, welches neben dem effizienten Abtransport des Schrotts auch den digitalen Datenaustausch zwischen Presswerk, Schrottentsorger und Gießerei beinhaltet, haben wir die internationale Messe für Gießereitechnik in Düsseldorf besucht. Wir wollten u.a. erfahren, welche Anforderungen z.B. Metallgießereien an das durch die Schrottentsorgungs-Betriebe angelieferte Material stellen. Hierbei bot die GIFA genau die richtigen Themen, wie ökologische Nachhaltigkeit, technische Innovation und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, an. Des Weiteren hatten wir vor, unsere Idee beim Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG) vorzustellen.

Mit Herrn Dipl.-Kfm. Martin Rölke vom BDG, zuständig für Rohstoffe, Außenwirtschaft, Verkehr und Logistik, fanden wir einen sehr kompetenten Ansprechpartner. Er hat unserem Konzept voll und ganz zugestimmt, dass unter dem Gesichtspunkt eines ökologischen Metallkreislaufs eine engere Vernetzung zwischen dem Presswerk, dem Entsorgerunternehmen und der Gießerei unabdingbar ist. Die Fortschritte im Bereich der Digitalisierung geben uns dazu die notwendigen Bausteine.

 

Das Ziel unseres Konzepts ist ein durchgängiges System zur exakt nach Materialien getrenntes Erfassen, Lagern und Transportieren der anfallenden Sekundär-Rohstoffe (Schrott).

Damit kann z.B. der Entsorgerbetrieb seine Abholfahrten optimal koordinieren, da ihm schon Tage vorher die Informationen von seinen Kunden (Presswerke) zur Verfügung stehen, wann, in welcher Menge und in welcher Materialzusammensetzung Stanzschrott anfällt. Das steigert die Produktivität beider Unternehmen ungemein.

Wir wollen auf jeden Fall unseren Gedanken eines ökonomischen, umweltschonenden Metallkreislaufs vorantreiben und freuen uns jetzt schon auf die kommenden Gespräche.

 

Fachtagung “Mehr Effizienz im Presswerk”

Effizienter Abtransport von Schrott

Smarte Lösung zur Produktionsoptimierung im Presswerk

Bei den Stanzanlagen hat es in den letzten 15 Jahren sehr große Weiterentwicklungen gegeben. Denken Sie nur an den Servo-Antrieb bei mechanischen Stanzautomaten und Exzenterpressen oder an die neusten Werkzeugwechsel-Systeme, mit denen die Rüstzeiten enorm reduziert werden oder aber die Haspelanlagen für große Coildurchmesser, die längere unterbrechungsfreie Laufzyklen der Stanzmaschinen ermöglichen. Durch die beachtlichen technischen Fortschritte können auf der einen Seite viel mehr Teile in kürzerer Zeit hergestellt werden, aber auf der anderen Seite, fällt auch dementsprechend mehr Stanzschrott an.

Doch was geschieht mit dem anfallenden Stanzschrott?

Unserer Erfahrung nach investieren Firmen mitunter Millionen in modernste Stanzanlagen oder Pressen, um die Produktivität zu erhöhen. Aber kaum jemand denkt an den Abtransport des anfallenden Schrottes. Je nach Beschaffenheit der zu fertigenden Teile kann davon sehr viel anfallen. Hat man sich hierbei nicht für das richtige Schrottentsorgungssystem entschieden, kann das zu massiven Problemen für einen reibungslosen Produktionsablauf führen.

Wir betrachten hier die zentrale und die dezentrale Schrottentsorgung.

Zentrale Schrottentsorgung:

„Zentrale Schrottentsorgung“ heißt, dass der Schrott von einer oder mehreren Maschinen über eine Förderstrecke zu einem großen Container des Schrottentsorgers gebracht wird. Produziert der Betrieb Teile eines einzigen Materials, wie z.B. Edelstahl, ist der Abtransport des Schrotts meist kein Problem.  Doch problematisch wird es, wenn der Betrieb kurzfristig bei einer der angeschlossenen Maschinen auf ein anderes Material, wie z.B.  Aluminium, umrüsten muss, denn da vermischen sich die beiden Werkstoffe. Das bedeutet, dass der Schrott im Verkauf wertlos ist.

Dezentrale Schrottentsorgung:

Der Stanzschrott wird üblicherweise direkt an der Stanzmaschine von einem Scharnierband- oder einem permanent-magnetischen Rutschförderer in einen kleinen Transportbehälter gefüllt. Wenn er voll ist, wird der Behälter gegen einen Leeren getauscht. Doch bis eine leere Box wieder am Förderband steht, kann sehr viel wertvolle Zeit vergehen. Bei einer sehr leistungsstarken Maschine fällt sehr viel mehr Schrott in kürzerer Zeit an. Das heißt, dass der Behälter auch schneller voll ist. Oft steht aber nicht gleich ein Flurfördersystem (z.B. ein Gabelstapler) zur Verfügung und so entstehen Wartezeiten, die normalerweise zu einem Maschinenstopp führen.

Damit solche Probleme in beiden Fällen erst gar nicht auftreten, ist die optimale Lösung, gleich die Schrottentsorgung beim Kauf einer Stanzmaschine oder Presse mit einzuplanen. Doch die meisten Stanzmaschinen- bzw. Pressenbauer weisen den Kunden gar nicht auf eine mögliche Problematik des Schrottabtransports hin. Alles, was nach dem Stanzen/Pressen passiert, interessiert die Hersteller i.d.R. nicht mehr. Bei unzähligen Firmenbesuchen, bei denen es um eine Planung für eine Schrottentsorgung ging, konnten wir dies feststellen. Der Kunde wird damit sozusagen alleine gelassen. Doch dafür sind WIR da! Wir, die Dollansky GmbH, mit unseren Partnern, der Neuhäuser Magnet- und Fördertechnik und der ebu Umformtechnik GmbH. Wir kommen zu Ihnen vor Ort und beraten Sie umfangreich und kompetent über Stanzautomaten, Fördersysteme oder beides in Kombination.

Hier nun ein Beispiel aus unserer 25-jährigen Praxis:

Für den neuaufzubauenden ebu-Stanzautomaten soll die dezentrale Entschrottung geplant werden. Damit die Teileproduktion möglichst lange ohne Unterbrechung laufen kann, war die Bandanlage mit einer Haspel für einen Coildurchmesser von 2.000 mm bestückt. Über eine Förderer-Kombination bestehend aus einem geraden Scharnierbandförderer im Pressengestell und einem Z-Scharnierbandförderer zum Hochfördern, soll der anfallende Stanzschrott zum Transportbehälter transportiert werden. Wegen des großen Coils und der dadurch zu erwartenden großen Menge Stanzschrotts, war klar, dass ein Behälter nicht ausreichen wird. Damit die Anlage aber wegen des Abtransports des Stanzschrotts nicht angehalten werden muss, haben wir folgende Lösung realisiert: Wir setzten direkt unter den Auslauf des Z-Förderers eine manuell zu bedienende, aber sehr robust aufgebaute Verteilerklappe. Darunter werden nebeneinander 2 Schrottbehälter aufgestellt. Ist der erste voll, kann der Pressenbediener einfach die Klappe auf den anderen Behälter umstellen, ohne dass die Produktion unterbrochen wird. Jetzt ist genug Zeit da, um den vollen gegen den leeren Behälter zu tauschen.

Mit dieser smarten Lösung haben wir die Aufgabenstellung zur vollsten Zufriedenheit des Unternehmens erledigt.

Verteilerklappe zur Schrottverteilung auf zwei Behälter

Späneförderer

Scharnierbandförderer oder pemanent-magnetischer Rutschförderer?

An spänebildenden Werkzeugmaschinen können unterschiedliche Systeme zum Abtransport der Späne eingesetzt werden. Die am häufigsten verwendeten Systeme sind der Scharnierbandförderer, der permanent-magnetische Rutschförderer oder der Kratzerförderer. In diesem Artikel will ich näher auf den Unterschied zwischen Scharnierbandförderer permanent-magnetischen Rutschförderer eingehen.

Scharnierbandförderer:

Robuster Scharnierbandförderer

Für den kontinuierlichen Transport sorgt hier ein umlaufendes Stahlplatten-Scharnierband, das beidseitig durch Buchsenförderketten gezogen wird. In bestimmten Abständen sind Mitnehmer auf den Scharnierplatten angebracht, um das Fördergut an den Steigstrecken nach oben zu transportieren. Zur seitlichen Begrenzung werden Seitenborde in überlappender Ausführung oder nach dem Rinnenkanten-System eingesetzt. Dadurch wird ein Eindringen von Spänen in den Kettenraum verhindert.

NEUHÄUSER-Scharnierbandförderer werden standardisiert in unterschiedlichen Breiten und Höhen gerfertigt. Je nach Einsatzbedingungen stehen Bandteilungen mit 38 – 63 – 100 – 160 mm zur Verfügung. Die Ausführung der Plattenoberfläche gibt es in Standard glatt, genoppt oder gelocht. Die Förderer werden in gerader, L-oder Z-Form angeboten. Der große Vorteil des Scharnierbandförderers ist die Transportmöglichkeit von praktisch allen denkbaren Werkstoffen, sowohl trocken, als auch nass.

 

Permanent-magnetischer Rutschförderer:

perm.-magn. Rutschförderer

Im Gegensatz zum Scharnierbandförderer besteht hier das Transportsystem nicht aus einem umlaufenden Bandsystem, sondern aus Magnetsystemen, die unter einem Edelstahlblech entlang gezogen werden. Diese Magnetsysteme üben eine anziehende Kraft auf die auf dem Edelstahlblech (Rutschblech) liegenden Teile auf. Das funktioniert allerdings nur bei Fe-Werkstoffen, also magnetisierbarem Material.

Die im öldicht geschweißten Bandkorpus laufenden Magnetsysteme ziehen dann das auf dem Rutschblech liegende Material bis zur Abwurfstelle am Ende des Förderers.

Die Förderer werden ebenfalls in verschiedenen Bauformen angeboten. Eine Besonderheit dieses Systems ist der Transport in 90°, also senkrecht nach oben.

Kupplungen auf den Zahn gefühlt!

Kürzlich bekam ich einen Anruf von einem Konstrukteur. Er muss für ein Sondergetriebe eine Schaltkupplung vorsehen, um bei Stromausfall das Getriebe auszukuppeln, damit ein Bewegen der Einheit von Hand im Notbetrieb möglich ist. Es sei ein relativ hohes Drehmoment zu übertragen.

„Viel Platz für eine große Kupplung ist aber nicht da!“

Unwillkürlich musste ich schmunzeln, denn das ist schon fast eine Standardaussage: Hohes Drehmoment, aber kein Platz. Oft auch hohe Drehzahlen und möglichst ohne Reibmoment im ausgekuppelten Zustand.

Das ist dann der typische Einsatz für eine elektromagnetisch schaltbare Zahnkupplung!

Die Kraft (Drehmoment) wird formschlüssig über die ineinander eingerastete Verzahnung von Antriebs- und Abtriebsteil übertragen. Dadurch können bei relativ geringem Durchmesser sehr hohe Momente übertragen werden. Auch ein Abschalten unter Last ist bei den meisten Typen möglich.

Weiteren Platz spart man sich durch die Verwendung einer Schaltmembrane aus Federstahl, die im Gegensatz zu der bisher gängigen Vielkeilwelle weniger Baulänge zum Übertragen des Drehmoments benötigt. Diese innovative Lösung stammt aus dem Hause HEID-ANTRIEBSTECHNIK. Hinzu kommt, dass das Drehmoment absolut spielfrei übertragen wird. Das ist besonders bei hochgenauen Positionierarbeiten wichtig.

Und so konnte dem ratsuchenden Konstrukteur optimal mit einer Elektromagnet-Membran-Zahnkupplung der Typenreihe FZVAM von HEID-ANTRIEBSTECHNIK geholfen werden.

So muss es sein!

Sollten Sie auch vor solch einem Problem stehen, dann lassen Sie uns doch gemeinsam der „Kupplung auf den Zahn fühlen“!

Der Weg zu uns: info@dollansky.com oder 09372/6572.

Mehr zu den Produkten: https://dollansky.com/heid-antriebstechnik/

Direkt zum Datenblatt FZVAM: https://dollansky.com/kupplung-fzvam/

Messe Euroguss Nürnberg

Messe Euroguss Nürnberg

Besuch auf dem Messestand der Aulbach Automation GmbH

Gerd Dollansky im Gespräch mit der abk-Pressenbau-Geschäftsführerin Lisa Aulbach-Heinecke.

Die Aulbach Automation GmbH bezieht seit vielen Jahren Förderer zur Abgratentsorgung von der Fa. Neuhäuser Magnet- und Fördertechnik.

Frau Aulbach-Heinecke: „Wir wissen die fachlich optimale Beratung und die kurzfristige Reaktion von Herrn Dollansky auf unsere Wünsche zu schätzen. Für unsere Entgratpressen oder Druckgußzellen benötigen wir exakt angepasste Fördertechnik. Und genau das bekommen wir von der Fa. Neuhäuser.“

 

 

 

Geliefert werden robuste Stahlplatten-Scharnierbandförderer für den Transport von Aluminium-Abgratschrott, Angüssen, Flitter und Spänen. Für den Einsatz bei besonders schweren Teilen oder großen Fallhöhen werden die Förderer mit einem speziell verstärkten Scharnierband und Kettenführungsleisten in Hardox 400-Qualität gebaut.

Überwiegend werden Förderer in der Teilung 63 mm (7.063) oder 100 mm (7.100) verwendet. Dabei werden Vorgaben wie Nutzbreite, Aufgabelänge, Förderwinkel und Abwurfhöhe vom Kunden vorgegeben und exakt umgesetzt.

Zur besseren Einplanung in die Anlagenzeichnungen können Zeichnungen als .dwg oder .dxf im 2-D- oder 3-D-Format bereitgestellt werden

 

Hier geht es direkt zum Prospekt Scharnierbandförderer:

http://neuhaeuser.de/mft_de/media/files/prospekte/Scharnierbandförderer.pdf

Und hier zur Aulbach Automation GmbH:

http://www.abk-pressenbau.de/